Niederländische Glücksspielsteuer bleibt hinter Erwartungen zurück, während World-Cup-Vorhersagemärkte sich verschieben

Robin Harrison und Ed Birkin haben sich mit aktuellen Entwicklungen in der Glücksspielbranche befasst, wobei der Fokus auf den enttäuschenden Steuergesetzesänderungen in den Niederlanden und der Wettaktivität während der Weltmeisterschaft lag. Die Diskussion umfasste zudem den neuen Lizenzierungsrahmen in Irland und die regulatorische Koordinierung in Afrika.

Steuergesetzesänderungen in den Niederlanden und Marktfolgen

Die Niederlande haben eine zweistufige Erhöhung der Glücksspielsteuer umgesetzt, wobei der Satz im Januar 2025 von 30,5 % auf 34,2 % und im Januar 2026 auf 37,8 % angehoben wurde. Die Schätzungen des Finanzministeriums gingen von zusätzlichen Einnahmen von 108 Millionen Euro im Jahr 2025 und 216 Millionen Euro im Jahr 2026 aus. Die tatsächlichen Einnahmen beliefen sich 2025 auf 2 Millionen Euro, die Schätzungen für 2026 liegen bei 57 Millionen Euro. Die Lücke ist auf kombinierte regulatorische Maßnahmen zurückzuführen, darunter neue Einzahlungslimits, Werbeeinschränkungen und der Rückgang des Einnahmeschubs nach der Euro 2024. Betreiber von Spielhallen meldeten einen um 11 % im Jahresvergleich gesunkenen Besucherstrom in Casinos und Spielhallen, wobei mehrere Standorte die Steuererhöhung als mitverursachenden Faktor für Schließungen nannten.

Regulatorische Entwicklungen in Irland und Afrika

Irland führte am 1. Juli sein neues Lizenzierungsregime unter der GRAI ein. Inlandsplattformen bearbeiten derzeit 89 % des Online-Wettvolumens, was 35 % des Gesamtmarktes entspricht, während iGaming-Operationen weiterhin offshore und unreguliert sind. Plattformanbieter wie Pragmatic Solutions haben Dienste gestartet, um Betreiber während des Übergangs zu unterstützen. Die regulatorischen Diskussionen erstreckten sich zudem auf die Africa Summit, wo Beamte aus Nigeria, Südafrika und Kenia mit dem African Tax Administration Forum und der African iGaming Alliance zusammentrafen. Die Tagung behandelte nachhaltige Besteuerung, Marktkanalisation und Spielerschutz sowie die Vorbereitungen für eine kontinentale Africa Safer Gambling Week.

Ed Birkin moderierte ein Panel zur Besteuerung auf der Tagung und stellte fest, dass Betreiber in bestimmten Märkten erhöhte Steuersätze stillschweigend absorbieren oder umgehen. Diese Beobachtung wirft Fragen zur Position der Branche gegenüber zukünftigen Anpassungen der Steuerpolitik auf. Die Analyse stützt sich auf Daten aus der Reihe Right to the Source.

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