Die UK Gambling Commission hat eine gestaffelte Einführung von finanziellen Risikobewertungen für Online-Glücksspieler angekündigt, die eine Nettoeinzahlungsschwelle von 5.000 £ überschreiten. Branchenakteure und Rechtsexperten haben Bedenken hinsichtlich der Datenzuverlässigkeit und der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Anbieter geäußert.
Bewertungsmechanismus und Einführung
Am Dienstag bestätigte die Aufsichtsbehörde, dass Kontrollen ausgelöst werden, wenn Spieler innerhalb eines rollierenden 24-Stunden-Zeitraums eine Nettoeinzahlung von 5.000 £ überschreiten. Diese Bewertungen werden von Kreditbüros durchgeführt und sind so konzipiert, dass sie dokumentenfrei erfolgen und die Kreditwürdigkeit der Kunden nicht beeinträchtigen.
Die Kommission erklärte, der Prozess solle für die Nutzer reibungslos ablaufen.
Rechtsexperten haben die Bereitschaft des Systems in Frage gestellt, Dateninkonsistenzen zu bewältigen, die während der Pilotphase identifiziert wurden. Chris Elliott von Wiggin Partner wies darauf hin, dass Diskrepanzen in den Ergebnissen der Kreditbüros weiterhin ungelöst sind. Er hob zudem die Befürchtungen der Branche hervor, dass Rückgänge der Bruttoglücksspielrendite möglicherweise auf Kundenabwanderung und nicht nur auf finanzielle Engpässe zurückzuführen sind.
Melanie Ellis von Northridge Law unterstrich diese Bedenken und wies darauf hin, dass verschiedene Agenturen oft unterschiedliche Ergebnisse für denselben Kunden liefern.
Der Schattenminister für Glücksspiel, Louie French, forderte die Regierung auf, nach der Ankündigung die Kontrolle über die Kommission zu übernehmen. Die British Horseracing Authority kritisierte die Maßnahmen als übermäßigen Eingriff und wies auf potenzielle wirtschaftliche Risiken hin. Während die Kommission versicherte, dass gegen nicht konforme Anbieter zunächst keine Durchgreifensmaßnahmen ergriffen werden, stehen weitere Leitlinien zu angemessenen Maßnahmen noch aus.